Unsere Woche mit Anett…

Vor und nach unserer Weinernte im Osten waren wir viel in Slowenien unterwegs und entdeckten viele schöne Seiten. Angefangen haben wir direkt nach dem Karawanken Tunnel in Bled. Dieser zauberhafte Ort entzückte uns trotz eher mäßigen Wetters zu einem Spaziergang um den See mit dem hellblauen Wasser und der hübschen Insel in der Mitte. Ein Besuch hier lohnt sich immer. Auch gibt es in der Nähe viele natürliche Tunnelsysteme und Schluchten welche allerdings immer mit Eintritt sind. Nach Bled fuhren wir nach Lubljana um die Hauptstadt zu erkunden. Ragle hat auf eine ihrer vielen Konferenzen eine Slowenin namens Katja kennen gelernt. Katja lebt und arbeitet in Lubljana und führte uns durch die kleine hübsche Altstadt. Zur Krönung des Tages gingen wir mit ihr und ihren Freunden abends Burger essen und holten uns viele Tipps für unsere Zeit in Slowenien. Alle waren sehr nett und freundlich, sodass wir uns für das kommende Wochenende zu einem gemeinsamen Kinobesuch verabredeten. Am nächsten Tag fuhren wir zu dem sehr kleinem Stück slowenischer Küste (im Vergleich zu Kroatien) und erkundeten die Hafenstädte Koper und Piran. Nach ein paar Nächten an der Küste fuhren wir zurück zur Hauptstadt, mieteten diesmal ein kleines Zimmer und gingen mit Katja und ihren Freunden ins Kino um dann am nächsten Tag Richtung Branik zu fahren. Bis jetzt ist Slowenien unser kleiner Geheimtipp. DIe Leute sind überaus freundlich, reden aufgrund der Nähe zu Österreich mehr Deutsch als Englisch (zumindest die ältere Generation) und abseits von Touristenhochburgen ist alles bezahlbar. Hierbei ist allerdings zu erwähnen, dass wir nach wie vor in der Nebensaison unterwegs sind.  

Unsere Woche mit Anett

Endlich war es soweit. Schon lange hatten wir über das Portal einen Gastgeber gesucht. Das Prinzip dieser Community ist immer eine Win-Win Situation. Das zugrunde liegende Prinzip ist der Tausch von Arbeitskraft gegen Unterkunft, Verpflegung und manchmal auch Geld. Es ist so viel mehr als das! Man hat ein Zuhause für eine beliebige Zeit, kommt ein bisschen zur Ruhe, muss nicht jeden Abend einen Stellplatz suchen, das Auto hat eine Schonphase und man hat immer Gesellschaft, ob nun von Tieren oder von Menschen. Sprachen, köstiches lokales Essen, witzige Gespräche, Lebensgeschichten und Erfahrungen werden getauscht und alle haben meistens eine wunderbare Zeit. Das Tolle ist auch, das die meisten dieser Gastgeber selbst viel gereist sind, jetzt aber in einer Phase des Lebens sind, in der Verantwortung für Tiere zum Beispiel, das Reisen sehr schwer macht. Ein Weg zu Reisen, ist die Welt zu sich nach Hause zu holen und genau das ist, unserer Meinung nach, die Motivation für die meisten Menschen sich als Gastgeber anzubieten. Wir hatten eine kleine Käserei und Ziegenfarm gefunden die uns für eine Woche bei sich aufnahm. In Slowenien, nahe Branik und der italienischen Grenze besuchten wir für eine Woche lang den Bauernhof von Tom und Borut. Die beiden haben zwei sehr seltene Ziegen- und Schafarten und es sich zur Aufgabe gemacht das Überleben dieser zu sichern. Auch eine kleine Käserei betreiben die beiden. In einem kleinen Dorf welches zwischenzeitlich fast ausgestorben war, haben die beiden über Jahre hinweg ein 150 Jahre altes Steinhaus renoviert und zu ihrem Zuhause gemacht. Wir hatten von ihrer Terasse aus einen Blick von den Alpen bis zur italienischen Küste. Jeden früh gab es kurz vor sieben den ersten Kaffee bevor wir uns zum Melken auf das Karst Plateau begaben. Dort angekommen durften wir die rund 40 Ziegen und 20 Schafe aus ihrer Weidefläche zur mobilen Melkstation führen um sie dort um ihre Milch zu erleichtern. Dies war garnicht so einfach, denn oft hatten die Ziegen nicht das Melken im Sinn, sondern eher alle leckeren Blätter am Rand auf dem Weg. Die Ziegen in ihrem Verhalten erinntern uns sehr an Hunde, viele waren sehr bedürftig nach Streicheleinheiten und folgten einem auf Schritt und Tritt. Ganz besonders Anett. Sie hatte einen starken Bezug zu Menschen und war schon bald in unseren Herzen. Sie antwortete wenn wir sie riefen und genoss jede Streicheleinheit. Ganz im Gegensatz zu den Schafen. Die waren meistens in der Gruppe unterwegs, steckten immer die Köpfe zusammen und wollten mit Menschen eher nichts zu tun haben. Eins hatten allerdings alle gemeinsam: Mais war das absolute Leckerli. Nur allzuoft wurde ich beim Verteilen von Mais fast umgerannt. Nach dem Melken sind wir mit der gewonnenen Milch zurück gefahren um diese in die Kühlung zu bringen und erstmal zu frühstücken. Nach dem zweiten Kaffee am Tag kümmerten wir uns dann um die Hühner, die zwei Katzen und um ein Schaf mit einem gebrochenen Fuß im Stall. Den restliche Vormittag halfen wir im Garten, erkundeten neue Weideflächen, stellten neue Zäune auf, tauschten Batterien für die elektrischen Zäune, versorgten die Tiere mit Wasser und kümmerten uns um die Jungtiere, welche getrennt von den Elterntieren eine eigene kleine Weidefläche hatten.  Am Nachmittag dann war unsere Arbeit dann auch schon beendet und wir hatten Freizeit. Borut war ein Park Ranger in einem nahegelegenen Nationalpark während Tom sich tagtäglich um die Farm und um die Käserei kümmerte. Beide waren wunderbare Köche und hatten sehr guten Geschmack in Punkto Käse, Wein und Kaffee. Tatsächlich entdeckten wir dort auch unseren neuen Lieblingskaffee und ergatterten ein paar herrliche lokale Rezepte für traditionelles slowenisches Essen. Wir sind sehr dankbar für diese schöne Woche und spielten schon bei der Abreise mit dem Gedanken im nächsten Urlaub wieder zu kommen.




Unsere Lieblingsessen im Campervan

Aufgrund der Nachfrage von einigen wollen wir euch hier einen kleinen Einblick in unsere Küche geben. Damals in Hamburg nutzten wir unseren Ofen für viele Gerichte. Da wir diesen Luxus im Bus nicht haben mussten wir kreativ werden 🙂

Erstaunlicherweise sind wir inzwischen fast zu Vegetariern geworden. Zum einen erspart einen das fleischlose Kochen die ganzen Gerüche, ohne das Fett ist der Abwasch einfacher und oft wissen wir nicht wo das Fleisch, welches wir unterwegs kaufen, herkommt, was es schwierig für ein gutes Gewissen macht. Natürlich spielt auch der Kostenfaktor eine Rolle. Gutes Fleisch ist teuer und wir haben nunmal unser Limit.

Zwar wäre so ein schönes Steak ab und zu eine willkommene Abwechselung, aber auch ohne Fleisch kochen wir inzwischen sehr divers und haben ein Repertoire von Rezepten für über einen Monat unterschiedliche Gerichte im Kopf.

Die Zutaten dafür versuchen wir so oft wie möglich von lokalen Farmern zu kaufen. Auch kleine Stände neben der Straße haben sich als sehr billige und gute Quelle für Obst, Gemüse, selbstgemachte Öle und Marmeladen erwiesen. Am meisten freut es uns aber, das wir seit Kroatien Granatäpfel, Khakis, Mandarinen und Kiwis einfach neben der Straße pflücken können.

Ganz besonders in den Wäldern von Polen und Litauen haben wir viele Pfefferlinge sammeln können und hatten so die Gelegenheit leckere Pilzsauce zu kochen.

Jetzt kommt noch ein kleiner Überblick über verschiedene Gerichte die wir öfter im Bus kochen. Danke an Ragle an dieser Stelle für die Disziplin vor dem Essen noch an das Foto zu denken 😉

Einer unserer Favoriten zurzeit ist ein gefüllter Teig den wir in der Pfanne zubereiten können. Er ist relativ einfach herzustellen. Man nehme Mehl, Salz, Milch und Olivenöl und verknete es. Den Teig danach eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen und schon kann es losgehen.

Wir haben inzwischen viele salzige und auch süße Füllungen ausprobiert und es war jedesmal ein Traum. Bald wollen wir eine Art Pizza Calzone auf diese Art und Weise zubereiten. Ich bin gespannt 🙂




Ein Tag mit Corinna oder das Phänomen des Zufalls

Auf unserem Weg nach Linz waren wir an einem späten Nachmittag wie üblich auf der Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Das kann ganz schön knifflig sein. Natürlich wollen wir am liebsten ein bisschen weg von der Zivilisation um keinen zu stören, ein Wald mit entsprechenden Wegen zum befahren wäre schön, um abends ein Feuer zu haben. Auch ein Platz mit Aussicht auf einer Lichtung am Hang wäre klasse aber dann noch eine gerade Stelle zum Parken zu finden….unmöglich oder teuer. Gleichzeitig knurrt bei fortschreitender Stunde auch gerne mal der Magen, was sich auch auf die Stimmung auswirkt. Nur allzu oft waren wir kurz vorm Verzweifeln bevor wir dann am Ende doch ein hübsches Plätzchen erwischt haben. Zurück zu dem besagten Nachmittag.

Wir trafen am Ende einer dieser vielen kleinen Serpentinen in Alpennähe auf den Promberger Hof. Dort gab es zu unserer Freude auch einen kleinen Selbstbedienungsladen mit frischen Eiern von Hühnern welche gleich daneben im Außengelände ein glückliches Leben hatten. Nur interessehalber wanderte ich ein bisschen am Gehege entlang und entdeckte einen perfekten Stellplatz auf einer Wiese in der Nähe. Er war gerade, die Wiese trocken und die Aussicht fantastisch. Aber so dreist uns einfach da in die Nähe von einem Bauernhof auf die Wiese zu stellen waren wir dann doch nicht. Ich ging in einen angrenzenden Pferdestall und traf auf eine nette Frau welche uns den Besitzer dieser Wiese verriet. Dieser gab uns ohne zu zögern die Erlaubnis dort zu parken und erlöste uns von vielleicht einer weiteren Stunde mit suchen nach einem Übernachtungsplatz. Überglücklich parkten wir auf der Wiese und fingen an zu kochen. Begleitet wurde dies von dem Schauspiel eines herannahenden Gewitters. Gerade als wir mit dem Essen anfangen wollten kam uns die Frau aus dem Pferdestall besuchen, die natürlich mitbekommen hatte, dass wir letztendlich nicht zu Fuß, sondern mit einem großen weiß blauen Auto auf die Wiese gefahren sind. Diese Frau war Corinna. Sie brachte uns aus dem Nichts eine Flasche Weißwein, ein paar Kekse und eine kleine Sonnenblume. Wir hätten mit allem gerechnet aber nicht mit so einer Gastfreundschaft. Oft ist das ganze andersherum. Vielleicht zwei von 100 Reisenden mit umgebautem Transporter verhalten sich nicht ordnungsgemäß, sondern hinterlassen ihren Müll an Ort und Stelle. Ich muss euch nicht erzählen wie dann über alle anderen 98 automatisch gedacht auf, Schublade zu. Corinna allerdings war das egal. Sie selbst war früher viel auf Reisen und hat ihr Leben danach Tieren in Not gewidmet. Diese Verantwortung und der Wunsch zu Reisen lässt sich oft schwer vereinen, also holt man die Welt in Form von Reisenden eben zu sich nach Hause. Corinna ließ sich auch nicht davon abbringen uns am nächsten Tag frische Brötchen und selbstgemachte Marmelade zu bringen. Da beschlossen wir, einen Tag mit ihr und ihren Tieren zu verbringen. Auf ihrem kleinen Hof fanden viele Pferde, Hühner und ein Hund ihr zu Hause. Allesamt wurden von ihren ehemaligen Besitzern verstoßen und fanden ihr neues Zuhause in Corinnas Obhut. Ich begann den Tag damit das älteste Pferd zu striegeln dem ich je begegnet bin. Apollo war bereits 40 Jahre alt und total verrückt nach Äpfeln. Danach mistete ich den vormitag über Ställe aus und hatte nach einer Kaffeepause einen Einblick in die Arbeit eines Hufeisenschmieds. Zwischendurch gab es immer wieder kurze Streicheleinheiten für Higgins, Corinnas Hund. Wir hatten einen interessanten Tag zusammen und fuhren am Nachmittag weiter Richtung Linz.

Eine ähnliche Situation passierte uns ein paar Wochen später in Slowenien. Wieder kurz vorm Verzweifeln fanden wir eine frisch gemähte Grünfläche mit wunderbarer Aussicht. Auch die sehr nette Besitzerin fand ich durch Zufall, als ich Spaziergänger auf der Wiese ansprach und nach dem Besitzer dieser fragte. Sie gab uns die Erlaubnis dort zu parken und verriet uns den Standort ihres Wohnhauses für den Fall, dass wir etwas bräuchten. Wir waren erneut sehr angetan von der Offenheit und Herzlichkeit der Slowenen und hatten eine ruhige Nacht unter klarem Himmel. Am nächsten Morgen dann hörten wir, gerade als wir losfahren wollten, Schreie aus einem benachbartem Waldstück. Wir fuhren in die Richtung um zu sehen ob vielleicht jemand Hilfe brauchte. Wir trafen auf drei Fahrradfahrer die wir auf die Schreie ansprachen. Es stellte sich heraus, dass die Frau aus der Gruppe einfach Angst vor Bären hatte und diese bei Einfahrt in den Wald durch Lärm vertreiben wollte. Wir wurden aufgeklärt, dass Slowenien die Heimat von vielen Braunbären ist was uns im ersten Moment ein bisschen schockte, im zweiten dann aber schnell wieder auf den Boden brachte. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt bereits viele Nächte tief im Wald von Slowenien verbracht und nie eine Spur von Bären gesehen. Wir kamen dann mit allen drei Radfahrern ins Gespräch und erzählten den Leuten von unserer Reise, wo wir herkommen und schon waren. Diese empfahlen uns dann den Osten Sloweniens und seine Weinregionen. Nach weiteren fünf Minuten des netten Gesprächs stellte sich heraus, dass einer das Radfahrer aus genau dieser Region kam und dort einen Freund hatte, welcher selbst Wein produzierte. Er machte eine Anruf, ließ eine Flasche Wein für uns auf seinen Namen schreiben und reichte uns eine Karte mit der Adresse von seinem Freund Milan Hlebec in Kog. Da wir eh nichts wichtiges an diesem Tag vorhatten entschlossen wir uns spontan noch am selben Tag nach Kog zu fahren. Dort angekommen trafen wir auf ein hübsches kleines Hotel inmitten vieler Weinberge. Wir trafen Milan Hlebec senior der uns unseren Stellplatz mit Strom und Wasser hinter dem Hotel zeigte. Nachdem wir am Abend dann bereits ein Glas Wein verkosten durften, entschlossen wir uns spontan bei der Weinernte zu helfen. Den nächsten Tag über halfen wir fleißig beim ernten der leckeren Trauben, welche sofort danach zur nächstgelegenen Mosterei gebracht wurden. Als Dankeschön bekamen wir alle Mahlzeiten an diesem Tag sowie eine Packung mit verschiedenen Rot- und Weißweinen geschenkt. Freundlichkeit und Offenheit hat uns bis jetzt auf unserer Reise schon viele Türen für tolle Möglichkeiten geöffnet. Diese beiden waren die schönsten.




Ragle’s Geburtstag

Wir erreichten Österreich am Sonntag Nachmittag. Als erstes fielen uns die Farben der Flüsse auf. Viele hatten eine türkise fast eis-blaue Tönung und so konnten wir nicht wiederstehen eine Pause zu machen um unser Gebrauchswasser aufzufüllen. Da es schon spät war, schafften wir es nicht einen Platz für die Nacht zu erkunden und landeten auf einem überteuerten Campingplatz. Eine schöne Aussicht auf einen nahe gelegenen Bergsee und eine warme Dusche machten den Ärger über den Preis dann wieder wett. Nach dem Abendbrot gingen wir zeitig ins Bett um ausreichend Schlaf vor der geplanten Bergtour zu haben.

Am nächsten Morgen war es dann soweit. Ragle hatte Geburtstag und ich wollte sie mit einem schönen Frühstück überraschen. Ich stand ein bisschen eher auf, machte Kaffee und Pfannkuchen um diese dann ihr, mit zwei kleinen Kerzen, als eine Art „Ersatzkuchen“ zu schenken. Alle Zutaten hatte ich vorher unauffällig gekauft um nichts zu verraten. Es war passenderweise der Tag der Woche mit dem schönsten Wetter. So hatten wir ein leckeres Frühstück im Sonnenschein mit einer schönen Aussicht. Der beste Start für einen schönen Tag.

Für diesen besonderen Tag hatten wir uns die Vilsalpsee Runde ausgesucht. Die Rucksäcke voll mit Snacks, Wasser und dem traditionellen Gipfelbier starteten wir früh um die 17 Kilometer und 1000 Höhenmeter vor der Dämmerung zu bewältigen. Der Anfang war sehr steil wofür wir umso früher mit herrlichen Ausblicken belohnt wurden.

Unterwegs passierten wir ein älteres Ehepaar und wurden von jenem Pärchen wieder eingeholt. Wir haben einen schnellen Schritt und überholen normalerweise alle auf dem Weg aber nicht diese beiden. Wir begannen uns zu unterhalten und fanden heraus dass die beiden schon in ihren 60ern waren. Nicht nur war er mehrere Male auf dem Kilimandscharo, auch war es genau dieser Mann, mit der inzwischen künstlichen Hüfte, der vor 35 Jahren als erster mit einem Drahtesel auf der Zugspitze (2962) war. Das erklärte natürlich einiges. Wir bestiegen den Rest des Berges zusammen im Gespräch und erreichten bald den höchsten Punkt unserer Tour (2069m). Es fällt mir schwer die Aussicht mit Worten zu beschreiben und die Fotos spiegeln leider nur Momentaufnahmen. Wir hatten einen Blick auf drei Bergseen mit unterschiedlichen Höhen. Die beiden wanderten weiter um an einer nahegelegenen Hütte Rast zu machen, während wir unsere verdiente Brotzeit bei der schönen Aussicht genossen.

Obwohl wir den höchsten Punkt bereits erreicht hatten, waren wir erst bei einem drittel der Strecke. Auf unserem Abstieg, an jedem der drei Seen vorbei, trafen wir auf dasselbe Pärchen, welches uns jetzt zur Krönung des Tages und zum Geburtstag auf einen Kaffee und ein Stück Kuchen einlud. Danach machten wir uns garnicht mehr die Mühe uns zu trennen, sondern wanderten den Rest der Strecke gemeinsam. Bei einem netten Gespräch vergeht die Zeit wie im Flug.

Diesesmal hatten wir keine Gästestube gemietet, sodass wir die, über den Tag aufgewärmte, Dusche am Bus nutzten um uns zu waschen. Hätte man mich vor 3 Jahren gefragt ob ich irgendwann, auf einem kleinen Parkplatz in Österreich, splitterfasernackt, mich mit einer Solardusche abspritze, hätte ich denjenigen wohl ausgelacht. Heute bin ich froh, dass die Sonne das Wasser erwärmt hat. Normalerweise ist das Wasser kalt. Der Zweck heiligt die Mittel 😉




Ragles b-day

On Sunday evening we arrived in Austria. The first thing we filled our road shower with the clear water from a mountain river nearby the road. Unfortunately, it was rather difficult to find a hidden spot for the night and therefore we had to go to a camping place. Since it was still on season the prices are very high and you end up paying more for camping place than for a hotel room. The camping place was located at the mountain lake and the view was amazing. We made a dinner and went to bed early in order to get a good sleep before our next hike tour.

On the next morning I stood up a bit earlier and started to bake pancakes for Ragles birthday 😊 I bought all the necessary ingredients so that she had no idea. The sun was already shining and it was going to be the day with the best weather of the week. We had a delicious breakfast with the beautiful view, the best way to start the day.

For this hike we choose the Vilsalpsee Loop, it is 17 km long and with elevation gain of 1000 m. Backbags stuffed with snacks and drinks we started early in the morning in order to be back before it gets dark. We scaled up quite a lot at the beginning of the tour and therefore during the whole hike there were amazing views everywhere we looked.

At some point we passed a couple on our way, then they passed us and when we passed them the second time we started chatting. I must mention here that we always have quite a fast pace and pass all the people on our way. This couple was in their 60s and the walked with the same pace as we. It turned out that the guy was the first men to go on top of the Zugspitze (2962 m) in Germany with the bicycle and he was also many times on top of Kilimanjaro, well this explained it all. We went with them on top of the highest point of the tour (2069 m). It is hard to describe the view and unfortunately also the photos can’t forward the amazing scene – one can see three mountain lakes each on different altitude. We said goodbye to our travel companions as they headed to the Landsberger Hütte for lunch. Ragle and I sat down to enjoy the view and our well-deserved snacks and drinks. Everything was just perfect – the weather, the view, company, food&drinks!

Although we were on the highest point of the tour, it was just a beginning and we still had most of the hike before us. After walking for an hour we coincidentally met the same couple again and they invited us for a cake and coffee to celebrate Ragles birthday. We ended up finishing the whole tour with them, we talked about everything and the time just flew.

This time we didn’t rent a room but since the weather was nice the whole day the water in our road shower was warm and we had a good shower out in the nature 😊

The evening was as usual – with good home cooked meal and some episodes of “Friends”.




The first two weeks…

After a typical Estonian breakfast (only difference to German breakfast: black bread instead of white) and some coffee we started driving towards Latvia. For our trip Ann gave us a whole bag of their homegrown and -made stuff which included tomatoes, bell peppers, wine and pickles.

Since Tartu was on the way we stoped there to visit Ragles cousin Merit and her cat Milli. Afterwards we spontaneously met our friend Siim (Estonia is very small), who lives it Tartu and offered us to go to his place for a sauna and to stay the night. Thanks again Siim for letting us stay with you 😊

On Monday, 30th of August we finally crossed the border to Latvia and there was no turning back anymore 😀 After a few nights in the beautiful forests of Latvia and Lithuania we soon noticed how fast our water stock was consumed. Although we changed our habits, we still consumed a lot of water. We got our road shower (22liters), a small water tank in the kitchen (12 liters) and a 20 liters reserve tank. The difference is that now you actually see the amount a water you use just for washing few dishes.

Our evenings now are usually out in the forest with a self-prepared warm dinner, a small bonfire and a glass of wine. We were lucky to have a good weather and a sky full of stars in the night, when it was cloudy, we had our own little sky in the van. We don’t miss TV, laptop or smartphone on those evenings…

…watching a fire and feeling the heat trumps every electronic device with a screen. 

We don’t really have any plans or timetable (except Ragles meetings and interviews for her work for which we need to find a spot with good mobile data connection and make a stop), we decide everything spontaneously or few days ahead. After many days of driving and walking just a little we decided to go hiking. We chose the mountain Sněžkou which is the highest one in the north of the Czech Republic. We rented a little apartment for two nights in a small town called Petzer to have a proper shower after the hike and also to do the laundry. After a good sleep and breakfast, we started our tour. Having scaled 800 meters in one and a half hours we enjoyed the beautiful view, ate pies from a bakery, drank a “Gipfelbier” and rest before we went down again. It was a great change compared to sit and drive most of the day. The evening we spent in our room, working a bit and making ourselves a delicious zucchini risotto.

From Petzer we started driving towards Prague but since the weather was very hot, we stopped by a small lake for a swim and ended up spending the whole day at the beach. Close to the lake we found many delicious fruit trees😊

The next stop was Prague, the capital of Czech Republic. We parked the car on the side of the city, rented scooters to reach the city center and walked in the old town until the evening. After the walk we had a traditional Czech cuisine in one of the small local restaurants which is far from touristy – only local old men and the interior is more like canteen but with delicious food and drinks with very low price.

From Prague we headed towards Germany to reach the IAA exhibition in Munich. We stayed at the boarder zone to Germany and made a small bonfire. Since we still had one day until the exhibition, we went to visit Regensburg. We walked many hours in old town and I used the opportunity to visit a hairdresser. We went to a beer garden and drank „Märzenbier“, a famous local beer from tap. The next day in the morning we reached Munich

IAA

IAA is the biggest car show in Germany where companies and start-ups from all around the world demonstrate the latest developments and innovative ideas in the field of mobility. Lately the main focus has been on electrification and other alternative sources for transport. We went there as a part of a start-up called PowerUp Energy Technologies where Ragle currently works. We spent there three days, from Friday to Sunday, and demonstrated portable electric generator, UP 400, which is based on fuel cell, to visitors and other exhibitors. It was a great experience, we met so many people with innovative ideas and each with their own opinion which they were not afraid to share. On Sunday evening we started driving towards the Austria for our second hike of this trip.




Die ersten zwei Wochen…

Nach dem wir bei Ann und Daniel gut gefrühstückt haben und reich mit selbstgemachten Dingen beschenkt wurden…

…nahmen wir Kurs auf Tartu. Dort besuchten wir eine Verwandte von Ragle bei einem Stück Kuchen mit einem Tee und wurden danach noch spontan von einem Freund in der Nähe eingeladen. Dort schliefen wir die Nacht auch nach einem herrlichen Saunagang. Danke nochmal an unseren Freund Siim für die spontane Gastfreundschaft.

Ich weiß.. das klingt alles überhaupt nicht nach großer Reise, Abenteuer und Wildcamping. Ich berichte euch darüber, weil es einfach mit dazu gehört. Es ist schwer loszulassen und zu akzeptieren, dass mal alle seine Freunde und die Familie für lange Zeit nicht sieht. Einfach einfach, solange bis man selbst vor der Entscheidung steht! 

Es sollte nun endlich losgehen und nach ein paar schönen Nächten in den Wäldern von Lettland und Litauen sowie einem kurzen Zwischenstopp an einem Campingplatz merkten wir ziemlich schnell wie schnell man viel Wasser verbraucht wenn man seine Gewohnheiten nicht ändert oder sparsamer wird. Wir haben nicht den Luxus eines 600 Liter Tanks unter dem Auto. Unsere Roadshower fasst grob 22 liter, der Tank in der Küche 12 liter und ein Reservekanister nochmal 20 liter. Es war für uns erschreckend wie viel Wasser gewöhnliche Dinge wie Hände waschen oder das Abspülen von Geschirr verbrauchen. Lektion gelernt!

Unsere Abende bestanden meist aus einer warmen Mahlzeit bei einem Lagerfeuer und einem Glas Wein. Wenn es an einem Abend mal keine Sterne gab oder es gar regnete, hatten wir zum Glück immer einen Sternenhimmel im Auto. Ich vermisste weder einen Fernseher, noch einen Computer, noch mein Handy.

Einfach ins warme Feuer zu schauen ist jedem elektronischen Bildschirm überlegen. 😉

Den ersten großen Zwischenstop, mit Aufenthalt in einem Gästehaus, hatten wir eine Woche nach dem Start in Petzer. Da wir unsere Wäsche nicht oder kaum selbst waschen können, kam uns die Waschmaschine der freundlichen Vermieterin sehr gelegen. Nach einer ordentlichen Dusche, einer Portion Schlaf und einem kräftigem Frühstück am nächsten Tag fuhren wir zu unserem eigentlichen Ziel: der Schneekuppe. Vor uns lagen 800 Höhenmeter welche wir innerhalb von anderthalb Stunden meisterten. Oben angekommen genossen wir die schöne Aussicht bei einem leckeren Gipfelbier. Es tat sehr gut nach den letzten Tagen mit vielen gefahrenen Kilometern, die Muskulatur mal wieder zu trainieren. Wieder unten angekommen ließen wir den Tag im Gästehaus mit einem leckeren Zucchini Risotto ausklingen.

Unser nächstes Ziel war Prag. Durch unser Budget zwar begrenzt wollten wir trotzdem einen Spaziergang in der Altstadt unternehmen und einmal die köstlichen Knödel probieren für die Tschechien so berühmt ist. Auf dem Weg dorthin trafen wir auf einen Badesee und viel leckeres Fallobst in der Nähe. Dieser Kombination konnten wir natürlich nicht widerstehen und so verbrachten wir den Tag am Strand und übernachteten in einem Waldstück in der Nähe.

In Prag angekommen ließen wir uns bereitwillig in den Strudel dieser wunderschönen Stadt reißen und spazierten viele Kilometer. Unsere Highlights waren eine Bierverkostung, Trdelník (eine Art Stock- oder Baumbrot aus Hefeteig) und Gulasch mit frischen Knödeln.

Gesättigt und mit schweren Beinen fuhren wir auch ein bisschen traurig am selben Tag noch weiter Richtung deutscher Grenze. Es kamen Erinnerungen an frühere Reisen hoch und groß war der Wunsch sich doch eine Woche in ein Hotel einzuquartieren um alle möglichen Winkel und Ecken der Stadt zu erkunden, Abends schön essen oder tanzen zu gehen. Man soll aufhören wenn es am schönsten ist und genau das haben wir getan. Wir hätten auch in der Nähe campen können aber das wäre über kurz oder lang nicht gut für unsere Reisekasse gewesen 😉

Nach einer Nacht mit Lagerfeuer im Grenzgebiet zu Deutschland erreichten wir Regensburg. Es hat eine wunderschöne Altstadt und wir hatten noch ein bisschen Zeit. Ich nutzte diese für einen Friseurbesuch und ein paar Einkäufe. Auch ein frisch gezapftes Märzenbier darf man sich nicht entgehen lassen. Nach einer weiteren Nacht im Wald zwischen Regensburg und München erreichten wir dann schließlich unseren zweiten größeren Zwischenstopp, die Internationale Automobil Ausstellung in München.

IAA Mobility 2021

An dieser Stelle kann es sein dass Schleichwerbung auftritt, das lässt sich allerdings nicht vermeiden und wir bekommen kein Geld dafür.

Es war nicht nur unser erstes Mal auf der IAA, sondern direkt das erste Mal als Aussteller. Wir waren Teil eines StartUp Unternehmens names PowerUp Technologies. Dieses inzwischen 25 Personen starke Unternehmen aus Tallinn in Estland hat sich in die Herstellung von Generatoren spezialisiert. Das Spezielle ist hierbei die Art der Stromerzeugung. Mithilfe von Wasserstoff und einer Brennstoffzelle werden bei dem Modell UP400 welches auf der IAA präsentiert wurde bis zu 400 Watt Strom erzeugt. Kleinere und größere Leistungsstufen (200W bis zu 6kW) sind in den Startlöchern.

Was sind die Vorteile:

  • Absolut geräuschloser Betrieb
  • Keine bewegliche mechanische Teile daher wartungsfrei
  • Keine Abgase oder keine Gerüche
  • Sehr leicht (10kg) und kompakt (Modell UP400)
  • Die erzeugte Leistung passt sich automatisch der geforderten an

Was sind die Nachteile:

  • Hohe Anschaffungskosten (ab €)
  • Versorgungsnetz für Wasserstoff sehr lückenhaft

Um das Problem der Versorgung zu lösen wurde auf der IAA auch das neuste Pilotprojekt vorgestellt: Die Wasserstoffspeicherkabine von PowerUP. Mithilfe dieser Kabine kann jeder über eine App neuen Wasserstoff beziehen indem man einfach die leeren Flaschen gegen volle tauscht. Sie wird in Zukunft überall in Europa zu finden sein, das ist zumindest das Ziel. Viele reden immer wieder über einen schlechten Wirkungsgrad bei der Herstellung von Strom durch eine Brennstoffzelle was bei der Verwendung in Automobilen auch stimmen mag, aber in einer stationären Verwendung sieht das ganze schon ganz anders aus. Was machen wir mit unserem ungenutzen Strom aus Photovoltaik Anlagen im Sommer? Warum nutzen wir die Energie nicht um mithilfe von Elektrolyse grünen Wasserstoff zu produzieren? Diesen nutzen wir dann im Winter für die Herstellung von Strom und Wärme. Das wäre ein Traum. Für diesen Traum steht die Firma PowerUP Technologies. Sie bieten diese Komplettlösungen bereits an und stehen mit ihrem ersten fertigen Produkt, dem UP400 kurz vor dem Übergang in eine richtige Firma.

Eins muss ich noch loswerden: Manchmal hat auch ein Elon Musk seine schwachen Momente.  Ich verstehe nicht warum viele der Meinung sind, dass diese Energieerzeugung mit Batterien direkt konkuriert. Beide Arten sind direkte und indirekte Antworten auf das Problem mit fossilen Brennstoffen und sollten nicht gegeneinander arbeiten. Ich sage das, da ich an diesem Wochenende viele Gespräche führen durfte und bei den meisten ging es genau um das Thema.

Alles in allem war es ein sehr interessantes Wochenende mit vielen neuen Eindrücken, Gesprächen und tollen Events. Wir beide glauben an diese Art der Zukunft und irgendwo muss man anfangen. Ich bin mir auch bewusst, dass wir beide in einem Van unterwegs sind der mit seiner Schadstoffklasse „schwarz“ natürlich genau das Gegenteil verkörpert. Leider spielt das Geld immer noch eine Rolle dabei. Ich würde mir liebend gerne eine Brennstoffzelle in den Bus bauen, aber für diesen Preis macht das noch keinen Sinn. Wir unterstützen diese Idee und die Firma trotzdessen um die Nachfrage zu steigern damit sich auch irgendwann der Preis auf ein „normales“ Niveau senkt. Falls ihr mehr darüber erfahren wollt schaut euch doch die kleine Firma mal an.




The first day…

After a rainy month in Estonia we finally finished all the important things in the Bulli to get started. It was difficult to work on the van since it was raining all the time. There is no bad weather, only bad clothes … yeah but that does not keep your motivation up all the time ;D.

The most difficult part of starting an adventure is to say goodbye to many beloved family members and good friends. Especially since there is „Wolf“ – three months old, super cute and growing faster then bambus Husky puppy. When we return after one year he will be all grown up – will he remember us?

Ragle, Wolf and Paul

We want to thank all our family, friends and colleagues again for all the help, support, presents, good words and motivation! We are excited about the trip but also excited to be back and see you all again <3

Our first destination from Haapsalu was a beautiful old farmhouse where our friends Ann and Daniel are living. We had a BBQ, sauna, boardgames and a lot of laughter.

Another highlight there was a massive swing! Extreme swinging like that was actually invented in Estonia and is called „Kiiking“. –> <–

Don’t underestimate it! It is the same as a whole body workout!

Next day after the breakfast and taking our time, we started driving towards Latvia. See you in the next post.




Der erste Tag…

Es ist soweit! Nach einem verregneten Monat in Haapsalu haben wir uns losreißen können von Ragles Familie. Besonders schwer fiel uns der Abschied von Wolf dem kleinem Huskywelpen. Wenn wir wiederkommen wird er groß sein 🙁 Ob er sich an uns erinnern wird?

Danke an dieser Stelle nochmal für die Unterstützung von allen, für die ganzen Geschenke, die lieben Worte von unseren Familien und Freunden!

Den ersten Stop machen wir heute bei Freunden in Estland. Sie wohnen auf dem Land und renovieren ihr Eigentum in mühevoller Arbeit selbst. Unser Highlight dort: Ein durch einen Ofen beheiztes Fass voller Wasser in Verbindung mit einem kühlen Schwarzbier und eine riesige Schaukel!!!

Nicht unterschätzen!! Es sieht einfach aus, ist aber ein Workout für den ganzen Körper!

Morgen fahren wir weiter Richtung Tartu und der lettisch-estnischen Grenze. Bis zum nächsten Mal! 🙂




How it started

At one point we both had the idea to take a year of and travel. First thought was going to Canada for Work & Travel but „thanks“ to pandemic situations that didn’t work out.

Luckily, in February 2021 we found ourselves a „Plan B“.

Meet our „Bulli“ Volkswagen Transporter Mk 4

With this bus we are going to travel towards the Balkans and maybe even to Turkey or wherever the road takes us, for one whole year. By the way, the car has the Estonian national colors 😉

It already came with second battery, air heating, solar-panel, electric converter and lights on the sealing…

… and a table with benches quickly transformable into…

… a giant bed.

First things first…

We removed all the furniture in order to design and build everything according to our needs. If we would have had more time we would have changed the floor and the walls as well.

For the frame of couch/bed and our cupboard we used pine wood and covered it with several layers of boat paint to protect it.

We cut the separation between the front seats and load room. Furthermore, we discovered that the front carpet is soaked with water so we had to remove it and clean everything.

For the cover we used poplar wood (10mm for covering parts and 18mm for parts carrying weight). It is lightweight and strong. Let’s see how good it will perform over the years.

We both have no experience in constructing and building a furniture so the first mistake we made was using a spirit level in a car that wasn’t horizontal and wondering why everything looks crooked 😀 Eventually we managed to integrate the cupboard into the car and we are quite happy with the end result.

For our couch/bed combination we chose cold foam and ordered it online, already cut into the specific size we need. For the cover we went to a fabric store to buy a washable and durable material which also dries fast.

After sewing and adding a zipper it was time…

… for a little test nap 🙂

At the same time we started building our own road shower. Using wastewater pipes and appropriate glue we created our own sun heated outside shower.

Our good friend Tom is already enjoying 😀 Thanks again for supporting us and tinting our back door windows!

Even my grandad helped with the tedious gluing of every single fiber optic cable but let me tell you…

…it was absolutely worth it.

Next side-project: the kitchen!

I will be honest.. this one is not really self-made, more like customized to our needs. You can already see the sink, tap and two water tanks for fresh and waste water. How it looks after integrating it into the van you will see later.

At the end of July we changed our location. We said „Auf Wiedersehen“ to everyone in Germany and drove towards Haapsalu in Estonia to spend time with our family and friends in Estonia and to finish the bus. All that was left for me to do there was to finish the kitchen, integrate the fridge and work on the electricity (mostly integrating lights inside and outside the van). With the help of Ragles dad I also installed the side window to the bus.

A big thanks again for letting us to use your garage, tools and some of your time 🙂

And after a beautiful but rainy month in Estonia we finally finished the bus. In total it was a four months work, mostly weekends.

The final version of our Bulli

The photos were taken in Austria with the right background. Lets do a room tour together.

This picture shows our everyday morning procedure: coffee first, everything else second. At the same time the batteries are charging and the awning is drying from the last rain. Lets have a look inside.

Our kitchen from different angles. One with the fridge being pulled out, one with the fridge being fixed in the cupboard. You can see the electricity integrated in the cupboard and our sweet little tile row added behind the countertop. Outside there is a little foldable desk for cooking with good weather.

Turning left you see see our couch, desk and in the corner at the top middle of the picture our DIY ventilation.

The space underneath is for light but bigger things like our towels, sheets and blankets. Shoes and our backpacks fit under it as well.

If we lower the desk…

…and unfold a part of the cover from the couch…

…we assembled our little bedroom. One of the mattresses is designed to be folded just to have more space to stand in the bus while building up the bedroom.

Another perspective.

One way to enjoy a coffee 🙂

The finished cupboard got a railing as well. It fits six little boxes in place for little things we need on a daily base.

For a wrinkle free clothes we added a little rail in the left side of the cupboard. The top left corner is filled with purses and bags. We removed the desk simply for the better view but you can open the doors also when the table is fixed on place.

On the right side of the cupboard all our clothes have their place. I am happy to get a full compartment for myself. The open one on the top is for books, card games, pictures and other stuff.

And that’s it with our room tour for today. Surely our little home of eight square meters is not perfect, there is still space left we can use to max out the usable space in the van but at the moment it is enough for us. We feel like home in here. Actually it is our first home together 🙂

I am sure that some of you are left with questions about things I didn’t explain or even mention. Please leave a comment if there are questions and I will answer you.